Schlagwort: Deutschland

Corona: Mitverantwortlich für hohe Sterblicheit bei über 80jährigen ‒ LB zu Lauterbach-Interview

Leserbrief zum Lauterbach-Interview in der RNZ v. 21. Dez. 2020

Beim Lesen des zweiten Interviews mit Karl Lauterbach binnen zweier Wochen fragt man sich, warum die RNZ nicht auch mal Fachleute zu Wort kommen lässt, die dezidiert andere, konstruktivere Positionen vertreten, als seine hinlänglich bekannten.

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Sterbefallzahlen rechtfertigen keinen Lockdown ‒ Update zu Corona: Dramatische „Zweite Welle“ oder herbstlicher Trend?

Die Gesamtzahl der wöchentlichen Todesfälle folgt noch weitgehend dem Trend der letzten Jahre, Covid-19 tritt an Stelle früherer Todesursachen. Die leichte aktuelle Übersterblichkeit ist nicht allein auf Corona zurückzuführen

Update des Kapitels „Steigende Zahl von Infektionen und Toten im Herbst“ des Beitrags Dramatische „Zweite Welle“ oder herbstlicher Trend?, das neuere Sterbefallzahlen berücksichtig und auch auf die vom das Statistische Bundesamt gemeldete Übersterblichkeit für KW 46 (9. bis 15.11.) eingeht.

Politiker und Medien schüren täglich mit schockierenden Meldungen über Hunderte von Corona-Toten und überfüllte Krankenhäuser die Ängste in der Bevölkerung. Die Zahlen werden dabei nie in Bezug zur Gesamtsituation gesetzt.

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Update zu: „Keine Zunahme schwerer Atemwegserkrankungen“

Updates zum Kapitel Keine Zunahme schwerer Atemwegserkrankungen des Beitrags Dramatische „Zweite Welle“ oder herbstlicher Trend?

Das Update berücksichtigt eine neue Studie der Initiative Qualitätsmedizin, die die Entwicklungen der Jahre 2019 und 2020 bis Oktober vergleicht.

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Corona: Praktiker und Pragmatiker aus dem Gesundheitswesen gegen „falschen Alarmismus“ und „absurde Regeln“

Letztes Update 20.10.20

In den letzten Tagen häufte sich Kritik aus den Reihen von Praktikern des Gesundheitswesens am Umgang der Politik mit der Corina-Krise, darunter von:

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Hilfe statt Sanktionen ‒ Wirtschaftsblockaden ächten (Schwerpunkt, Friedensjournal)

(ungekürzte und mit Quellenangaben versehene Version meines Artikels im Friedensjournal 4/2020 mit dem Titel „Globale Solidarität statt Blockadenund Wirtschaftskrieg“, Juli – August 2020)

Die Corona-Pandemie verhalf den schädlichen Auswirkungen einer Politik zu verstärkter Aufmerksamkeit, die sonst meist wenig beachtet wird: die mehr oder weniger schwerwiegende „Sanktionen“, die die USA– teilweise gemeinsam mit den EU-Staaten – gegen insgesamt 39 Länder verhängt haben. Einige, wie die Wirtschaftsblockaden gegen Kuba, Iran, Venezuela und Russland sind allgemein bekannt. Die verheerenden Folgen der Maßnahmen gegen bereits völlig verarmte Länder wie Nicaragua, Mali, Simbabwe oder Laos haben jedoch nicht einmal Menschenrechtsgruppen auf ihrem Radar.

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Coronakrise: Kommunikationsstrategien und eine unterdrückte Debatte

Upgedated: 13.5.2020, 22.5.2020

Angesichts der massiven sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und rechtlichen Folgen des Lockdowns wäre eine breite Debatte über den spezifischen Nutzen einzelner Maßnahmen im Verhältnis zu ihren gesellschaftlichen Kosten, dringend geboten gewesen und ist sie noch. Sie müsste, wie auch sechs namhafte Wissenschaftler in einem Anfang April veröffentlichten „Thesenpapier zur Pandemie“ verlangen, außer Experten aus dem Gesundheitsbereich auch Fachleute aus anderen Bereichen einbeziehen, wie Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie Ethik.[1]

Eine solche offene Debatte findet jedoch nicht statt. Das Vorgehen gegen die Epidemie wird von Politik und Medien vielmehr als alternativlos hingestellt. Die verantwortlichen Politiker betonen zwar, sich allein nach den Einschätzungen der Wissenschaft zu richten, tatsächlich werden aber nur die Wissenschaftler einbezogen und sind in den Medien präsent, die hinter der Regierungspolitik stehen.

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Leserbrief: Die Stilllegung des öffentlichen Lebens – mehr Schaden als Nutzen

zu: Nur noch zu Zweit und Kommentar „Vernünftig“, RNZ v. 23.3.2020

Dass die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens, vernünftig sind, kann durchaus bezweifelt werden. Die extremen Maßnahmen, wie Ausgangsbeschränkungen oder das Verbot von Zusammenkünften von mehr als zwei Menschen, erfolgen ohne wissenschaftliche Grundlage, sogar gegen ausdrückliche Empfehlungen namhafter Experten. Sie scheinen im wesentlichen rein politisch motiviert zu sein, z.T. um nicht zu zaghaft zu erscheinen z.T. aber auch aus Populismus, weil sich Entscheidungsträger als Macher zu profilieren suchen, wie vorneweg der bayrische Ministerpräsident Markus Söder. Continue reading „Leserbrief: Die Stilllegung des öffentlichen Lebens – mehr Schaden als Nutzen“