Schlagwort: Hochrüstung

Im Gedenken an den 22. Juni 1941: Nein zu Revanchismus und Kriegspolitik gegen Russland

Einleitende Rede auf der Heidelberger Friedenskonferenz am 13 Juni 2026 zum 85. Jahrestag des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion:
„Respektieren – Zuhören – Verstehen
Frieden in Europa: Abkehr vom Feindbild Russland – für eine neue Entspannungspolitik!

(hier auch als Videoaufzeichnung)

Die heutige Friedenskonferenz findet dieses Jahr wieder zum Gedenken an den Beginn des Vernichtungskrieges des faschistischen Deutschlands gegen die Sowjetunion statt, der vor 85 Jahre am 22. Juni 1941 begann. Sie knüpft unmittelbar an die letztjährige an, die unter dem Motto „Wider die Spaltung Europas – Wege vom Feindbild Russland zur friedlichen Koexistenz“ stand.

Die Konferenz findet schon heute statt, da der dazu eingeladene Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, Oleg Krasnitskiy am kommenden Wochenende anderweitige Verpflichtungen hat. Wie die meisten wohl mitbekommen haben, hat die Leitung der Katholischen Stadtkirche Heidelberg ihm die Teilnahme per Hausverbot untersagt. Dies ist angesichts des Anlasses der Konferenz eine skandalöse geschichtsvergessene Respektlosigkeit. In einem Offenen Brief an die Leitung haben wir dagegen protestiert. Der Brief wurde in knapp zwei Tagen von über 50 darüber empörten Personen aus Heidelberg und Umgebung unterzeichnet.

Das Verbot seines Auftritts ist aber leider kein Einzelfall, sondern im heutigen politischen Klima geradezu Usus. Vertreter Russlands werden mittlerweile auch von zahlreichen offiziellen Gedenkfeiern ausgeschlossen. Indem gleichzeitig auch das Zeigen von Symbolen der Sowjetunion verboten wird, zeigt sich, dass mit der sog. „Zeitenwende“ auch der revanchistische Geist wieder offen aufgelebt ist.

Das hinter dem Hausverbot stehende virulente Feindbild unterstreicht die Wichtigkeit von Veranstaltungen, die diesem Aufklärung entgegensetzen und an unsere geschichtliche Verantwortung erinnern.

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„Tag der Befreiung“ – Rede auf Schulstreikdemo

Redebeitrag auf der Schulstreik-Demo am 8. Mai 2026 in Heidelberg
(hier auch iin einer Videoaufzeichnung)

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Aktive gegen die Wehrpflicht, liebe Mitdemonstrierende,

ich möchte Euch im Namen des Friedensbündnis Heidelberg und der VVN-BdA, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen, unsere solidarischen Grüße übermitteln. Viele von uns sind auch hier unter Euch.

Der heutige Schulstreik wurde ja bewusst auf den 8. Mai gelegt, den Jahrestag des Sieges der Alliierten über den deutschen Faschismus, weil dieser natürlich ein wichtiger Tag der Mahnung ist, vor Kriegsvorbereitung, Hochrüstung, Militarisierung und damit auch Kriegsdienst, Ich wurde gebeten, ein paar Worte dazu zu sagen. Der 8. oder 9.Mai wird in ganz Europa als Tag der Befreiung von der Schreckensherrschaft Nazi-Deutschlands gefeiert. Da es die Deutschen nicht selbst vermochten und viele auch nicht wollten, musste ihre Befreiung von der faschistischen Herrschaft von außen erfolgen. Auch heute noch gibt es in der Bundesrepublik Deutschland sehr viele, die dies als Niederlage begreifen. Bis heute konnte der 8. Mai, der „Tag der Befreiung“, als gesetzlicher arbeitsfreier Feiertag nicht durchgesetzt werden, wie es u.a. die VVN und Gewerkschaften fordern,

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Ostermarsch Heidelberg 2026

Redebeitrag auf Ostermarsch am 04.04.2026 in Heidelberg „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Nein zu Hochrüstung, Sozialabbau,Militarisierung und Wehrpflicht !“ 

Schon die Ostermärsche letztes Jahr fanden in einer zugespitzten Situation statt, mit gefährlichen Entwicklungen in Europa, im Pazifik, im Nahen Osten und verheerenden Kriegen in Afrika, insbesondere im Kongo und Sudan. Seither hat sich die Lage noch massiv verschlimmert. Das Jahr begann mit einem üblen Paukenschlag, mit dem brutalen Überfall der USA auf Venezuela und der Verschleppung seines Präsidenten Nicolás Maduro und Cilia Flores. Gleichzeitig begann US-Präsident Trump, Kuba durch eine Totalblockade für Öl-Lieferungen zu strangulieren. Mehrere Tanker ließ er in dem Zusammenhang nach Piratenart auf hoher See entern und aneignen.

Am 28. Februar begannen die USA und Israel überfallartig den zweiten Krieg gegen den Iran, mitten in laufenden, und wohl auch vielversprechenden Verhandlungen. Der Nahe und Mittler Osten steht seither in Flammen. Mit der stillschweigenden Unterstützung des Krieges durch nahezu alle europäischen Verbündete, wie zuvor schon die Aggression gegen Venezuela, wurde auch das Völkerrecht verwüstet.

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Ostermarschbeitrag in Heidelberg

Gegen Kriegskredite, Kriegsvorbereitung, Kriegspropaganda und Kriegsverlängerung in der Ukraine

Eröffnungsrede auf dem Ostermarsch am 19.4.2025 in Heidelberg

Die diesjährigen Ostermärsche finden in einer zugespitzten Situation statt, in einer Situation so brisant wie schon lange nicht mehr. Wir sind mit extrem gefährlichen Entwicklungen konfrontiert: hier in Europa, wie auch im Pazifik und im Nahen Osten. Und verheerende Kriege toben auch seit Jahren in Afrika, insbesondere im Kongo und Sudan. Diese werden leider zu oft übersehen.

40 Prozent von 350 für eine Studie befragte Außenpolitikexperten aus 60 Ländern gaben sich überzeugt davon, dass es bis 2035 zu einem neuen großen Krieg, gar einem Weltkrieg kommen wird. Und fast die Hälfte von ihnen rechnet in den kommenden zehn Jahren mit einem Einsatz von Atomwaffen.

Wenn wir uns die Politik und die Pläne in Deutschland, in der EU anschauen, erscheinen die Befürchtungen beileibe nicht übertrieben. Hier herrschen nahezu uneingeschränkt militärische Logik und Feindbildpflege vor. Diplomatie, Versuche der Verständigung und Deeskalation sind offensichtlich völlig out. Uns umweht schon ein Hauch von der Stimmung, die 1914 herrschte.

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Gegen Rechts ‒ gegen Kriegstreiber, Militarisierung und Hochrüstung

Redebeitrag von Joachim Guilliard (Friedensbündnis Heidelberg, Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg) auf der Demonstration am 22. Feb. 2025 in Heidelberg „Kriegstüchtig? Nicht mit uns“

Wir haben die heutige Demo verabredet, weil wir den gefährlichen Entwicklungen in der Welt ‒ hier in Europa, aber auch im Pazifik und im Nahen Osten ‒ nicht tatenlos zusehen wollen. Wir wollten sie noch vor den Bundestagswahlen durchführen, weil wir uns gegen die Fortsetzung, wenn nicht weitere Verschärfung der bedrohlichen dt. Politik stellen wollen, gegen eine stark nach rechts driftende, militaristische, bellizistische und unsoziale Politik.
Wir wollen alle, die morgen an die Urne gehen, bitten, ihr Kreuz bei keiner Partei zu machen, die für ein weiter so steht. Bei keiner, die sich für Krieg bis zum Sieg, Militarisierung und Hochrüstung auf Kosten von Sozialem einsetzt oder die illegale Besatzung, Vertreibung, Kriegsverbrechen gar Völkermord unterstützt. ‒ Auch das ist eindeutig rechts. Das sollte allen bedenken, die morgen gegen einen Rechtsruck stimmen wollen.

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Beim Kampf gegen rechts auch SPD und Grüne in den Blick nehmen

Rede bei der Kundgebung der Linksjugend [’solid] Heidelberg gegen das neue Grundsatzprogramm der CDU, das auf ihrer Mitgliederversammlung vom 6. bis zum 8. Mai beschlossen wurde, am 11.5.2024 auf dem Uniplatz

Zu der, sich wieder stark nach rechts verschobenen Ideologie und Programmatik der CDU wurde schon viel gesagt, dem kann ich mich nur anschließen. Ich finde es sehr gut und wichtig, dass heute auch dies als klar rechts verurteilt wird. Wenn sonst „gegen rechts“ demonstriert wird, dann liegt meist ja nur die AFD und noch übleres Gesocks im Blick. Dabei fällt es CDU/CSU mittlerweile derart schwer, sich inhaltlich von der AFD abzugrenzen, dass sie deren angeblich fehlenden Patriotismus in den Vordergrund schieben muss.
Es gibt aber auch eine weitere, aktuell noch wirkmächtigere Rechtsentwicklung von Kräften, die kaum unter diesem Vorzeichen gesehen wird: die der regierenden Ampel-Parteien, die in zentralen Fragen auch mit CDU/CSU an einem Strang ziehen.

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Redebeitrag Ostermarsch 2024 in Heidelberg

gegen deutschen Kriegskurs und die deutsche Beihilfe zum Völkermord in Gaza
auf dem Ostermarsch am 30.3.2024 in Heidelberg: Für Frieden, Abrüstung und internationale Solidarität ‒ gegen ‚Kriegstüchtigkeit‘ und sozialen Kahlschlag“

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Nein zur erbarmungslosen deutschen Kriegspolitik!

Gegen Hochrüstung und Einschränkung der Meinungsfreiheit! Krieg in der Ukraine und Gaza stoppen!

Joachim Guilliard, Redebeitrag auf der Demonstration „Kriege beenden! Sofortiger Waffenstillstand ‒ in der Ukraine, in Gaza und anderswo“ am 25.11.2023 in Heidelberg

Wir sind heute hier, um uns für die Beendigung der vielen Kriege einzusetzen und vor allem von der Bundesregierung und der EU endlich entschiedene Anstrengungen für dauerhafte Waffenstillstände in der Ukraine und in Gaza zu verlangen. Wir wollen damit auch die bundesweite Demonstration unterstützen, die parallel in Berlin stattfindet. Diese war schon im Sommer geplant worden, weil wir es an der Zeit finden, massiver gegen die Krieg- und Rüstungspolitik Berlins und seiner NATO-Verbündeten auf die Straße zu gehen. Dies ist seither noch wichtiger geworden und ich danke Euch, dass Ihr trotz miesem Wetter dabei seid.

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Ukrainekonflikt: Harald Kujat kritisiert Eskalalationspolitik der NATO und wirbt für Verhandlungen

„Der Ukrainekrieg ist nicht nur eine militärische Auseinandersetzung; er ist auch ein Wirtschafts- und ein Informationskrieg“, sagt Ex-General Harald Kujat in einem neuen, sehr interessanten Interview.
Und da wir uns im  Informationskrieg befinden, kommen Interviews mit renommierten Experten wie ihm oder Erich Vad nicht in den größeren Medien, auch nicht in öffentlich-rechtlichen, sondern auf alternativen kritischen Portalen oder in Blättern wie EMMA, die sich auf „inhaltlichen Abwegen“ bewegen. Diese Leute verfügen zweifelsohne über erhebliches Fachwissen und Autorität, doch da ihre Positionen nicht in die bellizistische außenpolitische Zielsetzung der tonangebenden Medien passen, sollen sie genau deswegen nicht mehr zu Wort kommen.

Ukrainekonflikt: «Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, die abgebrochenen Verhandlungen wieder aufzunehmen»
«Waffenlieferungen bedeuten, dass der Krieg sinnlos verlängert wird»
Interview mit General a. D. Harald Kujat, Zeitgeschehen im Fokus, 18.1.2023

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Keine Panzer an die Ukraine ‒ Waffenlieferungen stoppen!

Redebeitrag auf der Kundgebung gegen Panzerlieferungen in Heidelberg am 16.01.2023

Wir stehen heute hier um entschieden gegen die Lieferung von Schützenpanzern an die Ukraine zu protestieren.

Wir fordern die dt. Regierung und die der anderen NATO-Staaten auf, endlich aus der militärischen Logik auszusteigen, damit aufzuhören, einen langen Krieg anzustreben, um Russland niederzuringen, einen Krieg auf dem Rücken der UkrainerInnen, mit ukrainischen Soldaten auf ukrainischem Boden. Wir verlangen, dass Berlin stattdessen sich mit aller Kraft für ein rasches Ende der Kampfhandlungen einsetzt, für Verhandlungen über eine politische Lösung des Konflikts Russlands mit der Ukraine und der NATO.

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