Krieg in der Ukraine durch Deeskalation und Verhandlungen beenden!

Konflikt von USA/NATO mit Russland nicht auf dem Rücken der ukrainischen Bevölkerung austragen

Rede auf dem Ostermarsch am 16.04.2022 in Heidelberg „Die Waffen nieder! Friedenslogik statt Kriegslogik!

Die Ostermärsche haben mittlerweile eine lange, über 60jährige Tradition. Doch leider sind wir in dieser Zeit einer friedlicheren Welt nicht näher gekommen. Durchgängig herrschte in den letzten Jahren in über 30 Ländern weltweit Krieg. Nun kam ein weiter hinzu, mit dramatischen Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Vor sieben Wochen marschierte die russische Armee in die Ukraine ein und seitdem sind wir mit immer schrecklicheren Nachrichten aus der Ukraine konfrontiert, mit Bildern, die kaum zu ertragen sind.

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Nein zum Krieg!  Zurück zu Diplomatie und Verhandlungen

Redebeitrag von Joachim Guilliard (Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg) auf der Kundgebung am 26.02.2022 in Heidelberg “ Nein zum Krieg!  Die Waffen nieder! Zurück zu Diplomatie und Verhandlungen“

Wir stehen hier, um gegen den russischen Angriff auf die Ukraine zu protestieren. Wir sind alle erschüttert über diese Eskalation, die wir nicht für möglich hielten und die weitreichende Folgen haben wird. Es ist auch eine Niederlage für alle, die sich für Frieden und Entspannung engagiert haben. Wir stehen hier um unser Mitgefühl, unsere Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung auszudrücken. Wir stehen hier um ein Ende der Kampfhandlungen zu fordern.

Wir stehen aber auch hier, um unsere Regierung und ihre NATO-Partner aufzufordern, die Situation nicht weiter zu eskalieren, sondern diplomatische Schritte einzuleiten, mit denen das Blutvergießen in der Ukraine schleunigst gestoppt werden kann.

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Afghanistan: 20 Jahre NATO-Krieg, Kriegsverbrechen und ignorierte Opfer

Redebeitrag zu „Verluste an Menschenleben und Gesundheitauf der Konferenz „20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan – eine vorläufige Bilanz“ am Sonntag, 31.10.2021 im Gewerkschaftshaus in Frankfurt

Ich werde mich angesichts Kürze der Zeit bzgl. der humanitären Kosten des Krieges in Afghanistan auf die Todesopfer konzentrieren. Deren Abschätzung ist aufgrund der Datenlage nicht einfach.

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Humanitarian cost of post-9/11/01 U.S. and NATO wars tops 4 million dead

Übersetzung meines Telepolis-Artikels „Zwanzig Jahre nach „Nine Eleven“ – die humanitären Kosten der nachfolgenden US- und Nato-Kriege

Humanitarian cost of post-9/11/01 U.S. and NATO wars tops 4 million dead

By Joachim Guilliard
Workers World, October 22, 2021

The author is an anti-imperialist German analyst of the U.S./NATO wars in Central and West Asia. Translation: by John Catalinotto.

According to the latest report from the Costs of War Project at Brown University in Rhode Island, the wars the U.S. and its allies unleashed after September 11, 2001, killed over 900,000 people. This is a minimum. Taking into account the large gaps in coverage and the far higher number of indirect casualties, the actual figure may exceed four million. In addition, the wars wounded and traumatized far more people in the affected countries, and displaced over 38 million people.

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20 Jahre „Krieg gegen den Terror“ – eine furchtbare Bilanz

Die humanitären Kosten westlicher Interventionen nach „Nine Eleven“ ‒ ein Überblick

(erschien leicht gekürzt in junge Welt, 05.10.2021, Seite 12 / Thema)

Mit dem Überfall auf Afghanistan entfesselte die USA ihren „Globalen Krieg gegen Terror“. Der von den NATO-Verbündeten mitgeführte Krieg am Hindukusch und die darauf folgenden wurden jedoch bald vorwiegend humanitär begründet, mit dem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Eine Untersuchung ihrer humanitären Kosten blieb dennoch aus und wird von der Öffentlichkeit auch nicht eingefordert. Dabei ist für eine Bewertung der bisherigen westlichen Interventionen wie auch für die Auseinandersetzung über zukünftige, eine realistische Einschätzung darüber unerlässlich. Schließlich übersteigt die Zahl der Opfer der nach dem 11.9.2001 begonnenen Kriege vermutlich bereits vier Millionen, wurden noch weit mehr Menschen in den betroffenen Ländern verwundet oder traumatisiert und über 38 Millionen vertrieben.

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Ich kann nicht mehr – #allesaufdentisch

Kulturschaffende, die zum Teil schon  beim satirischen  #allesdichtmachen dabei waren, haben sich nun auf völlig ernsthafte – und damit anscheinend auf umso empörendere Weise – zu Wort gemeldet, indem sie in über 50 Videos WissenschaftlerInnen, Ärzte, Juristen, Medienexperten und andere Fachleute zum Thema Corona interviewten. Es geht unter anderem um eine mögliche Impfpflicht, gekaufte Forschung, die Infektionszahlen und die Rolle der Medien.

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Wieviele Menschen starben im Krieg gegen den Terror? | Berliner Zeitung

Die Kämpfe seit 9/11 wurden meist mit dem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte begründet. Auf die Zahl der zivilen Toten wurde kaum geschaut.

erschien online in der Berliner Zeitung am 18.9.2021

Am 11. September jährten sich die Terroranschläge in New York und Washington zum 20. Mal und kurz darauf auch der sogenannte „Krieg gegen Terror“, den die USA in Reaktion darauf mit dem Angriff auf Afghanistan ab dem 7. Oktober 2001 entfesselten. Der Krieg der USA und der Nato in diesem zuvor schon geschundenen Land am Hindukusch ging mit dem Abzug der letzten Truppen nun zu Ende. Der Anschlag auf US-Truppen auf dem Flughafen in Kabul, bei dem auch Dutzende Zivilisten getötet wurden, sowie die zivilen Opfer der Drohnenangriffe, die US-Präsident John Biden als Vergeltung fliegen ließ, weisen aber noch einmal beispielhaft auf den hohen Blutzoll hin, den die militärischen Interventionen, die nach dem 11. September 2001 auf immer mehr Länder ausgeweitet wurden, von der jeweils betroffenen Bevölkerung forderten.
Das ganze Ausmaß der humanitären Kosten blieb der Öffentlichkeit bisher weitgehend verborgen. Für eine Bewertung der Kriege und Interventionen, die westliche Staaten in den letzten 20 Jahren begannen oder unterstützen, wie auch die Diskussion über zukünftige, ist eine realistische Einschätzung der Zahl ihrer Opfer jedoch unerlässlich.

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Zwanzig Jahre nach „Nine Eleven“ – die humanitären Kosten der nachfolgenden US- und Nato-Kriege

erschienen bei Telepolis, 17. September 2021

Dem jüngsten Bericht des „Costs of War“-Projekts an der US-amerikanischen Brown University in Rhode Island zufolge wurden durch die nach dem 11. September 2001 von den USA und ihren Verbündeten entfesselten Kriege über 900.000 Menschen getötet.Berücksichtigt man die großen Lücken bei der Erfassung und die weit höhere Zahl von indirekten Todesopfern, kann die tatsächliche Zahl vier Millionen übersteigen. Noch weit mehr Menschen in den betroffenen Ländern wurden durch die Kriege verwundet und traumatisiert, über 38 Millionen vertrieben.

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LBs zu Corona, widersprüchlichen Alarmmeldungen, Impfzwang …

Widersprüchliche Alarmmeldungen

Zu „RKI warnt vor fulminanten Verlauf“ und folgende, RNZ 9.9.2021 ff

Mit neuen Alarmmeldungen über eine drohende neue große Corona-Welle soll ein massiverer Druck auf noch nicht Geimpfte gerechtfertigt werden. Dabei verstricken sich die Protagonisten jedoch in Widersprüche. Wenn Impfen so gut schützt, wie allgemein angenommen, und bald zwei Drittel der Bevölkerung geimpft sowie viele genesen sind, wieso sollte es dann im Herbst wieder zu größeren Belastungen der Krankenhäuser kommen?

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