Schlagwort: Corona

Corona: Dramatische „Zweite Welle“ oder herbstlicher Trend?

Entwicklung der Intensivbetten-Belegung und der Sterbefälle lässt keine große „Corona Welle“ erkennen. Covid-19 tritt offenbar an die Stelle anderer Infektionskrankheiten.

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Die Politik orientiert sich bei ihren Lockdown-Maßnahmen offiziell vor allem an den „Neuinfektionen“, d.h. an der Zahl der an einem Tag gemeldeten positiven Corona-Tests. Obwohl bis zu viermal so viel Tests pro Woche durchgeführt werden wie im Juni, halten die Regierungen von Bund und Länder immer noch am Grenzwert von 50 positiven Tests pro Woche und 100.000 Einwohner (der sogenannten „7-Tage-Inzidenz“ ) fest, die bereits im Frühjahr willkürlich gewählt worden war. Hätte man ihn an die aktuelle Teststrategie und -häufigkeit angepasst, z.B. wie von der Kassenärtzlichen Vereinigung vorgeschlagen auf 136, wäre uns schon viel Aufregung erspart geblieben.
Die verwendeten „Infektionszahlen“ sind jedoch generell als Kennzahlen für so weitreichende Entscheidungen völlig ungeeignet, da sie weder valide noch zuverlässig sind. Sie hängen sehr stark vom Testvorgehen ab und geben nur einen Bruchtteil aller Infizierten an. Die tatsächliche Zahl bleibt ‒ aufgrund der hohen Dunkelziffer unter der nicht getesteten Bevölkerung ‒ jeweils eine Unbekannte. Überträgt man das Ergebnis des Massentests in der Slowakei auf Deutschland so wäre die Dunkelziffer sechsmal so hoch wie die gemeldeten Zahlen. (s. Corona: Rekordzahlen durch irreführende Vergleiche)

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LB: „Selbstverzwergung“ der Parlamente verankert

zur Neufassung des Infektionsschutzgesetzes

Acht Monate lang haben Bund- und Länderparlamente das Vorgehen gegen die Corona-Pandemie weitgehend der Exekutive überlassen. Heribert Prantl spricht in der Süddeutschen Zeitung treffend von ihrer „Selbstverzwergung“. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes setzt dem nun noch die Krone, oder besser die Zipfelmütze auf.

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Corona Zusammenfassung Okt./Nov.: Neuinfektionen ‒ unangebrachte Hysterie auf Basis irreführender Rekordzahlen

Angesichts der rasch steigenden Zahl positiver Corona-Tests werden auch wieder Maßnahmen ausgeweitet und geplant, die massiv ins Leben von Millionen Menschen eingreifen. Das Vorgehen ist, wie schon im Frühjahr, von Aktionismus und ‒ vor dem Hintergrund der weitverbreiteten, stetig geschürten Ängste ‒ Populismus geprägt. Dabei werden auch die meisten seit Frühjahr gemachten Erfahrungen und vertieften wissenschaftlichen Erkenntnisse größtenteils missachtet, die an sich für eine gewisse Entwarnung sorgen können, wie auch aktuelle Einschätzungen und Empfehlungen renommierter Fachleute, Ärztevertreter, Leiter von Gesundheitsbehörden.

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Corona: Laut WHO geringere Sterblichkeit

Eine Studie von Prof. Ioannidis, die von der WHO geprüft und veröffentlicht wurde, schätzt die Sterblichkeit bei Covid-19-Infektions auf unter 0,25%.
Die WHO schätzt die Zahl insgesamt Infizierter weltweit auf 10 Prozent und damit die Sterblichkeit auf 0,125%
RKI: Anteil sehr schwerer Verläufe um 50% höher als bei der Grippe. der der Toten um 75%,

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Corona: „Infektionszahlen“ irreführend – viele positiv Geteste nicht (ernsthaft) infiziert

Tests belegen, dass ein erheblicher Teil der positiv Getesteten nicht oder nicht ernsthaft infiziert ist. Die Zahl falsch positiver Testfälle steigt stark mit der Zahl von Tests, insbesondere wenn häufig anlasslos Menschen getestet werden, die dadurch eine sehr geringe Infektionswahrscheinlichkeit haben.
Prof. Drosten warnte 2014 davor, dass durch die Überempfindlichkeit der Tests, „Menschen, die eigentlich kerngesund sind“, in die Meldestatistik kommen können.

Update: 27.11.2020

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Corona: Rekordzahlen durch irreführende Vergleiche

Die Zahl der „Neuinfektionen“ ist wenig aussagekräftig, da es sich genaugenommen nur um positive Tests handelt, deren Zahl sehr stark von der Zahl der Tests abhängt. Bei gleicher Testanzahl und -Strategie wären im April vermutlich über 45.000 „Neuinfektionen“ registriert worden.

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Lockdown gegen Corona: unverhältnismäßig und verantwortungslos

Umfassende Kontaktsperren sind wenig wirksam, enorm schädlich und rechtlich fragwürdig – sie müssen umgehend aufgehoben werden

Der folgende Text ist die aktualisierte Langfassung mit Quellenangaben von kürzen Beiträgen, u.a. im Friedensjournal Mai – Juni 2020. Sie erschien leicht gekürzt in vier Teilen bei Sputnik
Letztes Update 21.5.2020
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Überblick über die wichtigsten Quellen: Corona Virus: Studien und Stellungnahmen

Die Corona-Pandemie stellt zweifellos eine ernste Bedrohung dar und wird weltweit auch von den unterschiedlichsten Regierungen entsprechend behandelt. Die dramatische Situationen in Hotspots wie Bergamo oder New York sind eine Mahnung dafür, was passiert, wenn nicht oder zu spät gegen eine ungebremste Ausbreitung des neuen Virus vorgegangen wird. Sie können aber nicht als Maßstab für die Einschätzung der Notwendigkeit von Maßnahmen in Ländern oder Regionen dienen, in denen die Lage weitgehend unter Kontrolle ist.
Die Verantwortlichen werten den Rückgang der Infektionen als Beweis für die Richtigkeit des „Lockdowns“. Statistiken zeigen jedoch, dass umfassende, landesweite Kontaktsperren nur wenig zur Eindämmung beitrugen und die gesellschaftlichen Schäden, die sie anrichten, ihren eventuellen Nutzen
daher bei weitem übersteigen.

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Coronakrise: Kommunikationsstrategien und eine unterdrückte Debatte

Upgedated: 13.5.2020, 22.5.2020

Angesichts der massiven sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und rechtlichen Folgen des Lockdowns wäre eine breite Debatte über den spezifischen Nutzen einzelner Maßnahmen im Verhältnis zu ihren gesellschaftlichen Kosten, dringend geboten gewesen und ist sie noch. Sie müsste, wie auch sechs namhafte Wissenschaftler in einem Anfang April veröffentlichten „Thesenpapier zur Pandemie“ verlangen, außer Experten aus dem Gesundheitsbereich auch Fachleute aus anderen Bereichen einbeziehen, wie Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie Ethik.[1]

Eine solche offene Debatte findet jedoch nicht statt. Das Vorgehen gegen die Epidemie wird von Politik und Medien vielmehr als alternativlos hingestellt. Die verantwortlichen Politiker betonen zwar, sich allein nach den Einschätzungen der Wissenschaft zu richten, tatsächlich werden aber nur die Wissenschaftler einbezogen und sind in den Medien präsent, die hinter der Regierungspolitik stehen.

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