Schlagwort: Libyen

20 Jahre „Krieg gegen den Terror“ – eine furchtbare Bilanz

Die humanitären Kosten westlicher Interventionen nach „Nine Eleven“ ‒ ein Überblick

(erschien leicht gekürzt in junge Welt, 05.10.2021, Seite 12 / Thema)

Mit dem Überfall auf Afghanistan entfesselte die USA ihren „Globalen Krieg gegen Terror“. Der von den NATO-Verbündeten mitgeführte Krieg am Hindukusch und die darauf folgenden wurden jedoch bald vorwiegend humanitär begründet, mit dem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Eine Untersuchung ihrer humanitären Kosten blieb dennoch aus und wird von der Öffentlichkeit auch nicht eingefordert. Dabei ist für eine Bewertung der bisherigen westlichen Interventionen wie auch für die Auseinandersetzung über zukünftige, eine realistische Einschätzung darüber unerlässlich. Schließlich übersteigt die Zahl der Opfer der nach dem 11.9.2001 begonnenen Kriege vermutlich bereits vier Millionen, wurden noch weit mehr Menschen in den betroffenen Ländern verwundet oder traumatisiert und über 38 Millionen vertrieben.

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Zwanzig Jahre nach „Nine Eleven“ – die humanitären Kosten der nachfolgenden US- und Nato-Kriege

erschienen bei Telepolis, 17. September 2021

Dem jüngsten Bericht des „Costs of War“-Projekts an der US-amerikanischen Brown University in Rhode Island zufolge wurden durch die nach dem 11. September 2001 von den USA und ihren Verbündeten entfesselten Kriege über 900.000 Menschen getötet.Berücksichtigt man die großen Lücken bei der Erfassung und die weit höhere Zahl von indirekten Todesopfern, kann die tatsächliche Zahl vier Millionen übersteigen. Noch weit mehr Menschen in den betroffenen Ländern wurden durch die Kriege verwundet und traumatisiert, über 38 Millionen vertrieben.

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Lockdown für NATO-Manöver ‒ Einleitung Ostermarsch Heidelberg mit Blick auf die Jahrestage

30 Jahre Irakkrieg, 20 Jahre Afghanistankrieg, 10. Jahrestag des NATO-Krieg gegen Libyen
‒ Einleitungsrede auf dem Ostermarsch in Heidelberg am 3. April 2021

– Es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit mehr als einem Jahr hält uns Corona nun schon fest im Griff. Die vom neuen Virus ausgelöste Krise zeigte wie durch ein Brennglas gesellschaftl. Schwachstellen auf ‒ beispielsweise im Gesundheitswesen, in der Altenpflege und vielen anderen sozialen Bereichen. Im Zuge der Anti-Corona-Politik, die sich oft als wenig zielgerichtet und unausgewogenen erwiesen hat, wurde die Spaltung zwischen Arm und Reich weiter vorangetrieben. International verschärfen nationale Egoismen der reichen Länder die Situation der ärmeren. In weiten Teilen der Welt wurde die Ernährungssituation durch die protektionistischen Maßnahmen des Westens noch prekärer. Die Welthungerhilfe warnt vor Millionen von Hungertoten aufgrund unterbrochener Lieferketten für die Bauern des globalen Südens.

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Vortrag (Video) — Regime-Change-Politik: humanitäre und Menschenrechts-Vorwände entlarven

Vortrag am 28. Juni 2018 im Rahmen eines Workshop während der Aktionstage „Stopp Air Base Ramstein 2018

https://www.youtube.com/watch?v=DXvfVvbq4vE

Description
Westliche Kriegslügen Libyenkrieg 2011, Syrienkrieg und Andere

angebliche und/oder tatsächliche Kriegsverbrechen: Der Kampf um die Deutungshoheit

NATO-Propagandainstrumentarien, PR-Agenturen und deren Resultate

Das Beispiel Syrien-Krieg: Wie bilden wir uns eine eigene Meinung?

mit Joachim Guilliard, Publizist, Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg
Moderaton: Klaus Hartmann,

Workshop im Rahmen der Aktionstage Stopp Air Base Ramstein 2018, 28. Juni 

Unter dem Vorwand einer ‚humanitären Intervention‘ werden uns völkerrechtswidrige Angriffe auf andere Länder und ebenfalls völkerrechtswidrige Regime-changes bei anderen Regierungen als etwas Gutes verkauft, was wir aus ethischen Gründen tun müssen.

Wer heutzutage ein anderes Land überfallen möchte, hält sich einfach an das Drehbuch für eine humanitäre Intervention.

https://www.ramstein-kampagne.eu

Demonstration Stopp Air Base Ramstein 2018: Samstag, den 30. Juni