Die Fatwa aus dem „Tehran Bureau“

Auch die Fatwa wurde angeblich von einer Gruppe von Angestellten des Innenministeriums herausgeschleust und in einem „Offenen Brief“ veröffentlicht.
Dieser Offenen Brief trägt jedoch keinen Unterschrift und alle Spuren führen auf Internetportale, die dem Mussawi-Lager zuzuordnen sind.
Das wichigste ist das „Tehran Bureau„. Diesem widmet Hammond daher auch den größten Teil seiner Recherche.
Dieser Info-Portal wurde erst wenige Monate vor den Wahlen aktiv, entwickelte sich nach dem 12.6. jedoch rasch zu einer Informationsquelle auf die auch die großen internationalen Medien, wie die New York Times, LA Times oder Guardian zurückgriffen. Journalisten dieser Blätter, offenbar froh sich nicht selbst ins Gewühl widersprechender Meldungen begeben zu müssen, priesen sie sogar als „brillant“ (Guardian), „must-read“ (AP) und „most reliable source“ (NYT).
Dabei gestand die Betreiberin dieses famosen Portals, Kelly Golnoush Niknejad, in Interviews, dass sie das Portal allein betreibe und selbst keine Zeit habe, die einsprudelnden Informationen zu prüfen, sondern „nur cut & paste“ betreiben würde.
Das ist aber noch nicht das Schlimmste. Einer ihrer wichtigsten Gewährsleute ist ein führendes Mitglied in Mussawis Kampagnen-Stab. Zu den „Nachrichten aus erster Hand“, die von ihm kamen und den Weg via „Tehran Bureau“ in die internationalen Medien fanden, zählte z.B. die Meldung „Mussawis Hauptquartier sei von Milizien gestürmt worden“, eine Meldung die später von Robert Fisk widerlegt wurde (siehe Fantasie und Realität in Teheran).

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