Afghanistan: 20 Jahre NATO-Krieg, Kriegsverbrechen und ignorierte Opfer

Redebeitrag zu „Verluste an Menschenleben und Gesundheitauf der Konferenz „20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan – eine vorläufige Bilanz“ am Sonntag, 31.10.2021 im Gewerkschaftshaus in Frankfurt

Ich werde mich angesichts Kürze der Zeit bzgl. der humanitären Kosten des Krieges in Afghanistan auf die Todesopfer konzentrieren. Deren Abschätzung ist aufgrund der Datenlage nicht einfach.

Unter den ersten Opfern waren, wie der Guardian im Mai 2002 in einem der seltenen ausführlichen Artikel darüber berichtete, auch der kleine Junge Asaq Mohammed und sein sechs Monate alter Bruder. Ihre Familie war mit ihnen vor den ersten Bombenserien der US-Luftwaffe geflohen ‒ vier Tage lang über schneebedeckte Wege, mit nur ein paar Decken nachts gegen die Kälte. Die beiden Kinder waren am Ende den Strapazen nicht gewachsen gewesen und starben ‒ wie viele andere unter den Hunderttausenden, die der Krieg aus ihrer Heimat vertrieb. [1] Sie alle tauchen in keiner Statistik auf. [Hilfsorganisationen schätzten, dass bereits in den ersten Monaten neben den 2000-3000 bekannt gewordenen, direkt getöteten Menschen mehr als 20.000 an indirekten Kriegsfolgen starben.[2]]

Alle NATO-Soldaten, die während ihres Einsatzes in Afghanistan starben, sind namentlich erfasst. Der ungleich häufigere Tod von Afghaninnen und Afghanen wurde dagegen kaum wahrgenommen und auch im Land selbst selten registriert. „In Afghanistan haben wir nicht einmal Geburtsurkunden“, antwortete ein ehemaliger afghanischer Botschafter auf die Frage, ob sein Land die getöteten Landsleute denn nicht erfassen würde. [3]

An sich sollte man erwarten können, dass die Regierungen demokratisch verfasster Staaten, die sich den Menschrechten und dem Völkerrecht verpflichtet fühlen, die humanitären Kosten ihrer Militäreinsätze von Beginn an sorgfältig evaluieren ‒ ganz besonders, wenn sie ‒ wie in Afghanistan auch mit humanitären Zielen begründet werden. Bei ihrem Krieg in Afghanistan waren sie aber stattdessen offensichtlich bestrebt, möglichst wenig über zivile Opfer an die Öffentlichkeit dringen zu lassen.

Mythos vom präzisen Krieg

Die USA und ihre NATO-Verbündeten waren hier ‒ wie andernorts ‒ vielmehr bemüht, das Bild eines sauberen Krieges zu vermitteln, eines Krieges, der mit sehr präzisen modernen Waffen sehr zielgenau ausschließlich gegen feindliche Kämpfer geführt wird und größte Rücksicht auf Unbeteiligte nimmt. Wie er in der Realität aussieht, zeigte beispielhaft der Drohnenangriff in Kabul, den US-Präsident Joe Biden am 30. August als Vergeltung für den Terroranschlag am Flughafen fliegen ließ. Auch die präzisesten Waffen verhindern nicht, dass ihre Explosion auch viele im Umfeld zerfetzt oder unter Trümmern begräbt, die nicht Ziel des Angriffs waren und auch nicht, dass Unbeteiligte zum Ziel werden, wie jüngst in Kabul ‒ einfach aufgrund der notorisch unscharfen Lage-Kenntnisse des Militärs.[4] Emran Feroz Beitrag zeigte dies ja sehr deutlich.

Als die Angriffe gegen die Besatzungstruppen immer heftiger wurden, setzte die NATO, um Bodentruppen zu schonen, immer massiver die Luftwaffe und Drohnen ein. Dadurch erhöhte sich die Zahl der zivilen Opfer von 2006 bis 2008 um das Fünffache und es kam immer häufiger zu regelrechten Massakern.[5]
So tötete im Juni 2008 ein US-Luftangriff auf das Dorf Ebrahim Kariz im Südosten des Landes mindestens 30 Dorfbewohner. [6] Im Juli folgte eine ganze Reihe von Angriffe der US-Luftwaffe, die jeweils mehrere Dutzend zivile Opfer forderten. Der schlimmste Angriff traf ‒ nicht zum ersten Mal ‒ eine Hochzeitsfeier und tötete 47 Menschen.
„Allzu häufig können die amerikanischen Hightech-Flieger nicht einmal zwischen einem Aufmarsch bewaffneter Taliban und einer Festtagsgemeinde unterscheiden“ klagte ein Bundeswehroffizier gegenüber dem Spiegel.[7]

Prominent wurde ein Angriff im August 2008 auf das Dorf Azizabad im Westen des Landes bei dem US-Bomben 35 Häuser zerstörten, 900 Menschen obdachlos machten und über 90 Menschen töteten, darunter 60 Kinder. Nachdem auch hier das Militär zunächst zivile Tote geleugnet hatte, erließ der US-amerikanische Kommandeur der ausländischen Truppen (ISAF) strengere Einsatzregeln. Diese verhinderten aber nicht weitere Massaker wie beim verheerenden US-Luftangriff im Mai 2009 in der Provinz Farah, bei dem 140 Zivilisten getötet wurden oder den noch tödlicheren Angriff im September 2009 auf die Tanklaster bei Kunduz, die der Bundeswehroberst Georg Klein angeordnet hatte. [Die Zahl der von UNAMA registrierten zivilen Opfer durch Luftangriffe ging in den folgenden Jahren zurück, stieg jedoch wieder ab 2016, als die US-Streitkräfte unter Präsident Barack Obama den Abzug von Bodentruppen durch stärkeren Einsatz der Luftwaffe und von Drohnen kompensierten und noch mal sprunghaft, als Präsident Donald Trump den Luftkrieg durch Lockerung der Einsatzregeln weiter eskalieren ließ.]

UNAMA ‒ Politisierung der Berichte über Opfer

Wenn in den Medien Angaben über Opfer in Afghanistan erscheinen, so liegen ihnen meist die Zahlen der UN-Mission in Afghanistan, UNAMA, zugrunde. Systematisch erfasst UNAMA aber zivile Opfer von Kampfhandlungen erst seit 2008. Sie geriet dabei sofort unter heftigen Druck, die Zahlen niedrig zu halten. So drängten die NATO-Militärs ständig darauf, afghanische Tote nicht als Zivilisten zu zählen und behinderten Vorortrecherchen.

Der norwegischer Diplomat Kai Eide, der die Mission damals leitete, berichtete, dass ihnen von Washington sogar vorgeworfen worden war, durch Berichte über sog. „Fehler“ der NATO-Truppen und deren zivile Opfer den „Aufstand“ zu unterstützen. Die Berichte der Mission wurden UNO-Mitarbeiter zufolge in dem Maße politisiert, in dem die Intensität des Krieges zunahm. Die UNO sah sich genötigt, nur zivile Tote zu zählen, die sehr strikte Kriterien erfüllten und durch eigene Nachforschungen zweifelsfrei bestätigt werden konnten.

Nachforschungen waren jedoch nur in einem Bruchteil der Fälle möglich. 2010 z.B., als unter US-Präsident Obama die nächtlichen Angriffsoperationen von US-Spezialeinheiten massiv ausgeweitet worden waren, konnten sie nur 13 von 73 Vorfälle untersuchen, zu denen Meldungen über zivile Opfer eingingen. Während UNAMA 80 zivile Tote durch solche tödlichen Razzia-Überfälle registrierte ‒ Matin Baraki hat vorhin Bilder davon gezeigt ‒, ging die „Afghanische unabhängige Menschenrechtskommission“ (AIHRC), die die UNO in ihrer Arbeit unterstützte, von mindestens 420 aus, also der fünffachen Zahl.[8] 

Derart eingeschränkt registrierte UNAMA in den letzten 10 Jahren gerade einmal 2.800 bis 3.800 Fälle pro Jahr.[9] Solche Zahlen sind natürlich kaum geeignet, eine größere Öffentlichkeit aufzuschrecken. Wenn man sie sich mal veranschaulicht, so sind sie nicht höher als die Zahl von Verkehrstoten in Deutschland. Pro Kopf sind sie sogar wesentlich niedriger als die der Opfer von Mord und Totschlag in deutschen Großstädten. Während die UNO in Afghanistan pro Jahr 7 bis 10 zivile Tote pro 100.000 Einwohner erfasste, meldete das BKA beispielsweise für Bremen und Wiesbaden letztes Jahr 57 bzw. 83 Opfer von Gewalt pro 100.000.[10]

Da Zivilisten in Bremen sicher nicht zehnmal gefährlicher leben als in Afghanistan, kann man daran sehen wie unrealistisch die UNO-Zahlen sind. „Was wir berichtet haben, ist nur die Spitze des Eisbergs,“ so auch ein ehemaliger UNAMA-Mitarbeiter.[11]

Gesamtzahl Costs of War

Die Unzulänglichkeit der UNO-Zahlen liegt auch am Ansatz, nur zivile Opfer erfassen zu wollen. In der Praxis lässt sich aber der Status der Toten meist nicht ohne weiteres feststellen oder wird, wie erwähnt, von den verantwortlichen Militärs massiv bestritten.  Zudem wird eine Beschränkung auf zivile Opfer der Sache auch nicht gerecht. Auch getötete Kombattanten wurden Opfer des Krieges, unabhängig davon auf welcher Seite sie kämpften. [Viele wurden ohnehin mit Gewalt oder ökonomischen Zwang zum Kämpfen gezwungen.]

Neta Crawford und Catherine Lutz vom „Costs of War“-Projekts an der Brown University in Rhode Island, haben daher auch Informationen über getötete Kombattanten zusammengetragen. Ihre Schätzung der Zahl ziviler Opfer dagegen beruht überwiegend auf den UNAMA-Zahlen. Insgesamt kommen sie so auf 170.000 Afghaninnen und Afghanen, die direkt durch Kampfhandlungen getötet wurden. Die Autorinnen gehen aber selbst davon aus, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher ist. Vor allem ist hier die Zahl der indirekten Toten noch nicht berücksichtigt, die beispielsweise aufgrund des Zusammenbrechens der Versorgung und des Gesundheitssystem starben oder wie der kleine Asaq Mohammed durch die Strapazen der Flucht. Diese häufen sich natürlich immer mehr, je länger ein Krieg andauert. Ihrem Kollegen David Vine zufolge, übersteigt die Zahl der indirekten Opfer die der direkten in der Regel mindestens um das Vierfache.

Realistische Zahlen durch Mortalitätsstudien

Auch ohne die Restriktionen, denen die UNO in Afghanistan unterlag, können durch sogenannte passive Beobachtung, d.h. durch das Sammeln der durch Meldungen von Medien oder Kliniken bekannt werdenden Fälle, mitten im Krieg nur Bruchteile der Opfer erfasst werden. Eine realistische Schätzung ist nur durch Mortalitätsstudien mit Hilfe repräsentativer Umfragen möglich. Durch die Befragung von Haushalten vor Ort können sie die Sterblichkeit vor und während des Konflikts ermitteln und aus der Differenz dann, sofern andere Ursachen ausscheiden, die durch den Konflikt zusätzlich verursachten Sterbefälle (die sog. „excess deaths“) mit einer gewissen Genauigkeit abschätzen. Solche Studien sind an sich auch durchaus üblich und wurden schon in vielen Fällen durchgeführt, beispielsweise in Angola, Bosnien, im Kongo und im Sudan ‒ also vorwiegend dort, wo die westlichen Mächte Interesse an genaueren Zahlen hatten. In Afghanistan fühlte sich keiner der beteiligten NATO-Staaten dazu bemüßigt und auch nicht die UNO.

Im Irak führten US-amerikanische und irakische Wissenschaftler mehrere solche Untersuchungen in Eigeninitiative durch, die für den Krieg dort ab 2003 bis 2011 eine realistische Einschätzung erlauben. Seit Beginn des Krieges bemüht sich hier zudem auch das britische „Iraq Body Count“-Projekt die Zahl der getöteten Zivilisten durch passive Beobachtung zu erfassen. Es ist wohl mit Abstand das sorgfältigste Unternehmen dieser Art. Dennoch, so die Studie der IPPNW über die Opfer der ersten 10 Jahre des „Krieges gegen den Terror“, ist die Gesamtzahl aller Opfer mindestens fünf bis achtmal so hoch wie die von ihm erfasste. [Der Anteil der kriegsbedingten Todesfälle, die registriert werden können, hängt generell davon ab, wie intensiv der Krieg tobt, wie abgelegen die heftigsten Kämpfe stattfinden und wie entwickelt das Land ist. In den heißen Phasen des Bürgerkrieges in Guatemala z.B. konnten, wie sich nachträglich herausstellte, nur 5 Prozent aller Toten erfasst werden. [12]]

Andere Studien, die die Ergebnisse von Mortalitätsstudien mit der Zahl der durch Beobachtung erfassten Fälle verglichen, kamen auf ähnliche Faktoren wie die IPPNW-Studie. David Vine verweist für seine Einschätzung, dass man die „Costs of War“-Zahlen mindestens mal fünf nehmen müsse, auf eine Vergleichsstudie der „Genfer Erklärung über bewaffnete Gewalt und Entwicklung“, der zufolge die Zahl der indirekten Todesfälle in den meisten bewaffneten Konflikten drei- bis fünfzehnmal so hoch war wie die Zahl der direkten.[13]  Ein analoger Vergleich im Kongo ergab ein Verhältnis von etwa sechs zu eins.[14]

Wir müssen daher, selbst bei vorsichtiger Schätzung, von mindestens 800.000 direkten und indirekten Opfern in Afghanistan ausgehen, über 40.000 pro Jahr. Hinzu kommen noch die Menschen in Pakistan, die im Rahmen des Afghanistankrieges getötet wurden. Deren Erfassung und genaue Abgrenzung ist allerdings schwierig. Crawford und Lutz geben ihre Zahl mit rund 67.000 an. Auch sie ist mit Sicherheit wesentlich höher, sodass die Gesamtzahl aller Opfer in beiden Ländern wahrscheinlich eine Million weit übersteigt.

Die Frage nach den Tätern

Die repräsentativen Studien können neben genaueren Schätzungen über die Zahl der Opfer auch Informationen über Todesursachen und Täter liefern. Da selbst sorgfältige Projekte wie der „Iraq Body Count“ sich überwiegend auf westliche Quellen stützen, geben sie auch hier ein sehr verzerrtes Bild wieder. Das gilt natürlich besonders für die Zahlen der UNO in Afghanistan. In ihrem letzten Bericht für das Jahr 2020 z.B. macht UNAMA gerade mal für ein Prozent der zivilen Opfer die NATO-Truppen verantwortlich, die Taliban und andere Besatzungsgegner hingegen für 54%. Weit realistischer ist die Zuordnung durch die repräsentativen Befragungen im Irak. Der Lancet-Studie von 2006 zufolge gingen hier über ein Drittel der Opfer direkt auf das Konto der Besatzungstruppen, über 13% wurden durch Luftangriffe getötet.

Letztlich sind aber selbstverständlich die, die den Krieg begonnen haben, für alle Opfer verantwortlich, vom kleinen Asaq Mohammed bis zu den gefallenen eigenen Soldaten. Die völkerrechtswidrige Aggression ist das zentrale Verbrechen, das erst zu den vielen fürchterlichen einzelnen Verbrechen auf allen Seiten führte. Bekannt wurden die der Taliban, des Islamischen Staates und anderer dschihadistischer Gruppen. Indem NATO-Truppen häufig ohne Rücksicht auf Unbeteiligte angriffen und zivile Opfer in Kauf nahmen, wie die erwähnten Beispiele zeigen, begingen aber offensichtlich auch sie eine Vielzahl von Kriegsverbrechen.

Rechenschaft einfordern

Bisher wurde jedoch noch niemand für eines zur Verantwortung gezogen. In ihrem Untersuchungsbericht über das erwähnte mörderische Bombardement auf das Dorf Azizabad 2008 räumte die US-Armee zwar schließlich 50 zivile Opfer ein, jedoch kein Fehlverhalten, obwohl sich die Annahme einer größere Taliban-Zusammenkunft im Ort als falsch erwies. Niemand habe gegen Rechtsvorschriften verstoßen. Der Waffeneinsatz sei „ein Akt der Selbstverteidigung“, gewesen, „notwendig und angemessen, basierend auf den Informationen, die dem Einsatzleiter zu jener Zeit verfügbar gewesen“ seien. Ähnlich verlief ja auch, Karim Popal hat es gerade ausführlich geschildert, die juristische Aufarbeitung des Massakers 2009 bei Kunduz. Ein deutsches Gericht sprach den dafür verantwortlichen Oberst Klein bekanntlich frei. Der Befehl für den Luftangriff hätte nicht gegen Kriegs- und Völkerrecht verstoßen. Klein wurde schließlich durch die Beförderung zum General auch noch belohnt.

Um genauere Informationen über die Zahl der Opfer, wie auch Informationen über Todesursachen und Täter zu erhalten, müssen wir die Durchführung von Mortalitätsstudien auf allen Kriegsschauplätzen fordern, auf denen die Bundeswehr präsent ist. Auch nachtäglich in Afghanistan, auch wenn es aufgrund der großen Zeitspanne nun recht schwierig ist.

Wenn die wahren Größenordnungen des Blutzolls der Kriege einer größeren Öffentlichkeit bekannt würden, wären sie kaum noch zu rechtfertigen.

Wir müssen dafür sorgen, dass die Opfer des Krieges in Afghanistan und der anderen Kriege nicht vergessen werden ‒ beispielsweise durch Gedenkveranstaltungen, Gedenktafeln und Ähnlichem. Mehr als eine Million Tote in Afghanistan, fast zwei Millionen Toten im Irak und Hunderttausende in Libyen müssen dauerhaft als Mahnung vor weiteren Militärinterventionen dienen.

Wir müssen uns zudem dafür einsetzen, dass die Verantwortlichen Rechenschaft ablegen müssen und vielleicht doch einmal für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden.


[1] Jonathan Steele, Afghanistan: Forgotten victims, Guardian, 20.5.2002

[2] ebd.

[3] Bob Dreyfuss und Nick Turse, America’s Afghan Victims, The Nation, 18.9.2013

[4] s. J. Guilliard, Übrig bleiben Totenstädte ‒ Die verschleierte Brutalität des Krieges der US-Allianz in Syrien und Irak, junge Welt, 15.01.2019

[5] List of civilian casualties in the war in Afghanistan (2008), Wikipedia

[6] Marc W. Herold, At least 30 Afghan Civilians Killed by US Forces, The Afghan Victim Memorial, 11.6.2008, Afghanistan: US airstrikes kill 33 civilians, says Afghan lawmaker, DPA, 11.6.2008

[7] »Notwendig und angemessen« – Allzu oft nehmen die US-Militärs zivile Opfer in Kauf., DER SPIEGEL 46/2008, 09.11.2008

[8] Gareth Porter, How McChrystal and Petraeus Built an Indiscriminate “Killing Machine“, Truthout, 26.9.2011

[9] Afghanistan Annual Report on Protection of Civilians in Armed Conflict: 2020, UNAMA, Februar 2021

[10] PKS 2020 – Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, BKA, Mai 2021

[11] Bob Dreyfuss, Nick Turse, America’s Afghan Victims, The Nation, 18.9.2013

[12] Patrick Ball, Paul Kobrak, and Herbert F. Spirer, ‘State Violence in Guatemala, 1960-1996: A Quantitative Reflection’, American Association for the Advancement of Science (AAAS), 14.1.1999 – Kapitel 7 “Reporting the Violence”

[13] Global Burden of Armed Violence, Geneva Declaration on Armed Violence and Development, September 2008

[14] Bethany Lacina, Nils Petter Gleditsch, Monitoring Trends in Global Combat: A New Dataset of Battle Deaths, European Journal of Population 21(2):145-166,  Januar 2005

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