Öffentl.-rechtl.-Propaganda: ZDF-Doku „Machtmensch Putin“ – Kronzeuge bezahlt?

es ist schon hart, was wir alles mit unseren Gebühren finanzieren.
Das ZDF brachte am 15. Dez. eine üble „Dokumentation“ über Wladimir Putin, die ihre aggressive Stoßrichtung schon in der Ankündigung verrät (so spart sich analog zu „Milošević“, „Gaddafi“ schon die Höflichkeit, den Vornamen voranzustellen). http://www.zdf.de/zdfzeit/machtmensch-putin-41341490.html
Die Propagandaschau hat das Machwerk treffend gewürdigt: ZDF “Machtmensch Putin” – Ist das noch billige Propaganda oder schon subversive Satire?
Nun hat sich der Hauptzeuge für die Behauptung, reguläre russische Einheiten seien in großer Zahl in der Ostukraine aktiv, gemeldet und behauptet, er habe für 50.000 das vorgetragen, was ihm das Drehbuch vorgeschrieben hätte.
Zum Beweis legt er (angebliches) Rohmaterial vor, auf denen klar Regieanweisungen zu hören sind: https://deutsch.rt.com/inland/36077-kronzeuge-aus-machtmensch-putin-doku/ (mehr dazu Kronzeuge aus „Machtmensch Putin“-Doku: „Das ZDF hat mich bezahlt zu lügen“, RT-Deutsch, 22.12.2015)
Ob das nun wahr ist lässt sich natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Doch so oder so zeigt sich wie wenig glaubwürdig solche Dokus sind, die sich auf ein paar Aussagen irgendwelcher Zeugen stützen. Der „Zeuge“ hätte genauso gut auch ein ukrainischer rechter Russenhasser oder ein russischer Putin-Gegner gewesen sein können, der das gerne umsonst gemacht hätte.
Auch sonst sind die Quellen skandalös fragwürdig.
So wäre es naheliegender und seriöse gewesen, statt eine namentlich nicht genannten „Expertengruppe“, die von 42.000 russischen Soldaten in der Ukraine faselt, wäre es die Beobachtermission der OSZE ( http://www.osce.org/ukraine-smm) zu befragen, die bisher nichts dergleichen registriert hat.
Eine absolute Zumutung ist der als „Putin-Biograph“ bezeichnete Haupt-„Experte“ Boris Reitschuster, der einst Moskau-Korrespondenten des „Focus“ war, aber selbst von diesem schließlich als zu unseriös und parteiisch gefeuert worden.
Mehr dazu und anderen Fragwürdigkeiten des Propagandastreifens auf dem Blog: Spiegelkabinett, Die Psychotricks des ZDF im Film „Der Machtmensch Putin“
Eine zurückhaltendere Taktik fährt die FR, die unter dem Titel „Superstar Putin – der Überrusse“ die Popularität des russischen Präsidenten durch eine Auflistung verschrobener, überzogener Äußerungen der Bewunderung und Verehrung , wie die Forderung nach „Heiligsprechung“, als verrückt und irreal darstellt.

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