Imagekampagne für Israel im Theater Heidelberg

Das ist wohl kaum Zufall, denn im März letzten Jahres hat Israel ein Kampagne gestartet, die genau solche Formen der Imagewerbung vorsieht:
„Wir werden bekannte Schriftsteller und Autoren, Theaterensembles und Ausstellungen ins Ausland schicken,“ so der stellvertretender Generaldirektor für kulturelle Angelegenheiten im israelischen Außenministerium, Arye Mekel. „Auf diese Weise zeigt man Israels hübscheres Gesicht, so werden wir nicht immer nur mit Krieg in Verbindung gebracht.“ (siehe After Gaza, Israel Grapples With Crisis of Isolation, New York Times, 19.3.2009)
Die Palästina/Nahost-Initiative Heidelberg und die örtliche Friedensbewegung protestiert u.a. mit einem Offenen Brief und einer Kundgebung zur Eröffnung dagegen.
Da Kritik beim Thema Israel gerne absichtsvoll missverstanden wird, wird im Offenen Brief betont, dass sich der „Unmut selbstverständlich nicht gegen die israelischen Autoren und Schauspieler oder gegen die israelische Kultur allgemein richtet“ sondern „allein dagegen, wie durch die diesjährige Präsentation des Stückemarkts, Israel als Gastland herausgestrichen wird, d.h. gegen eine aktive Imagewerbung für diesen Staat in dieser Zeit.“

„Solange Israel für seine permanente Missachtung des Völkerrechts und die schweren Verstöße gegen Menschenrechte keinen Preis bezahlen muss, wird sich daran auch nichts ändern. Wer Israel trotz Krieg, fortgesetztem Landraub und Vertreibung unverändert unterstützt macht sich mitverantwortlich dafür, dass Siedlungsausbau, Hauszerstörungen usw. immer weitergehen und ebnet – man muss es leider so drastisch formulieren – den Weg für den nächsten Krieg.“

Schließlich wird das Theater und die Stadt Heidelberg aufgefordert, alle „Aktivitäten mit israelischen Partnern solange auszusetzen, bis Israel wenigsten die minimalsten Bedingungen erfüllt: Ende der Blockade des Gazastreifens, Stopp des Siedlungsausbaus im Westjordanland, inkl. Ostjerusalem, Einstellung des illegalen Baus der Mauer und Befestigungsanlagen im Westjordanland.“
Der ganze Brief steht hier.

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