Messe in Arbil: Deutschland größter Aussteller

Das Interesse ist kaum verwunderlich, könnte für viele doch der Irak zum Retter aus der aktuellen Krise werden. Da der Irak von der Weltwirtschaft weitgehend abgekoppelt ist, ist er – sieht man vom Einbruch des Ölpreises ab – von der Finanz- und Wirtschaftskrise kaum betroffen. Im Irak fehlt es an allem und da das Land auf Öl schwimmt, hat es eine blendende Bonität. Die Sicherheitslage ist zwar nach wie vor prekär, aber „Was heißt schon riskant in diesen Tagen“, fragte unlängst Richard Blakesley, Geschäftsführer des Londoner Private Equity Fonds Fairfax? (siehe Irak – Retter aus der Wirtschaftskrise)
Der diesjährige Ansturm deutscher Unternehmen wurde zudem noch stark vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert, das die Schirmherrschaft für den den deutschen Pavillon übernahm. Dessen Organisation wurde diesmal der Messe Stuttgart übertragen, so dass diesmal „alles in deutscher Hand“ lag, wie Sabine Ristau von der Messe Stuttgart stolz erklärte.
Neben Großkonzernen wie Bayer, Babcock Borsig und Siemens waren vor allem mittelständische Unternehmen vertreten. Einige von ihnen haben schon in den siebziger und achtziger Jahren Geschäfte mit dem Irak gemacht „und wollen jetzt wieder an alte Erfolge anknüpfen.“
Ihre „Erwartungen“ wurden „weit übertroffen“ heißt es im Bericht der halbstaatlichen „Wirtschaftsplattform Irak“. (Messe Arbil: „Eine der besten des Jahres“)
Selbstverständlich ist die breite Teilnahme an der Messe nur eine von vielen Schritten mit denen die deutsche Wirtschaft sich einen Teil vom erwarteten großen Kuchen „Irak“ sicher möchte.
Die vom Auswärtige Amt finanzierte Wirtschaftsplattform Irak bietet einen guten Überblick über die vielfältigen Aktivitäten.
Betrieben wird die Seite von der Firma des Medienberaters Klaas Glenewinkel Media in Cooperation and Transition die auch das dreisprachige Nachrichtenportal www.niqash.org (in Englisch, Arabisch und Kurdisch) betreibt.

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